Kurs-Nr: H-TA 18/ 01

Tanz, Bewegung und Rhythmik für Gruppen in der Physio-/ Ergotherapie

Leitung: Viviana Munoz-Téllez/ Sportpäd., Tanztherapeutin
Friederike Ziganek-Soehlke/ Dipl.-Gerontologin, Sportwiss.
Kursgebühr: 190,00 €
Beginn: 04.08.2018
Ende: 05.08.2018
Zeiten: Sa 15:00-19:00 Uhr
So 09:00-18:00 Uhr
Status:  (offen) DRUCKEN

TanziTh   Tanzen in der Therapie mit Älteren

(nach Friederike Ziganek-Soehlke und Viviana Munoz-Téllez)

Die Situation

Das erforderliche Bewegungspensum älterer Menschen wird selten erfüllt (es sei denn, man versucht  gezielt diesem schädigenden Bewegungsmangel entgegen zu wirken). Bewegungsmangel schadet rundum (Muskulatur, Knochen, Gelenke, Kardio-Pulmonal System, Stoffwechsel, Immunsystem, Gehirn, Geschicklichkeit, Mobilität usw.). Nur mit Vernunft und Einsicht lässt sich dieses Desaster selten nachhaltig verhindern. Mit Freude, Lust und Spaß lockt man „Bewegungsmuffel“. Seit Urzeiten gelingt das durch Tanzen. Es bietet Rhythmus und Musik, körperliche und geistige Anregung, sowie Zusammengehörigkeitsgefühl zu den  „Mittänzern“. Es verbessert Koordination, Beweglichkeit, Rhythmusgefühl, Konzentration, Selbstsicherheit und fördert Muskelaufbau, Gleichgewichtssinn und Motorik. Bewegung passend zu Musik und Rhythmus zu vermitteln muss gelernt und geübt werden. Diese Fortbildung ist geeignet für alle, die schon immer gerne Rhythmik, Tanz und Musik in die Therapie integrieren wollen, aber nicht recht wussten, wie.

 Unser Konzept   

Ziele dieser Fortbildung ist es zu vermitteln, wie Bewegung, Rhythmik  und Tanz in Gruppen unterrichtet werden kann, ohne dass die Therapeuten/ Trainer/ Übungsleiter über größere Erfahrungen in Tanz oder Musik haben. Die einzigen Bedingungen sind Freude an Musik und Bewegung. 

 

Unser Konzept sieht vor …

  •   Tanz als einfachen Weg darzubieten.
  •   den methodischen Aufbau beim Erlernen von Tanzschritten und Formationen zu zeigen.
  •   kreativen und einfachen Umgang mit Rhythmik, Bewegung und Tanz zu üben: allein, zu zweit und in der Gruppe.
  •   die Vermittlung der Bewegungssicherheit für die Gruppenteilnehmer zu unterstützen.
  •   adäquate Musikauswahl zu erklären.

Typisch für unser Konzept sind neben der Förderung von Kraft und Gleichgewicht, Übungen zur Erhaltung der psychosozialen und kognitiven Kompetenzen. Das Gruppenkonzept ist so aufgebaut, dass der Übergang von der 1:1-Therapie zur Gruppe für den betroffenen Patienten etwas Vertrautes und Bekanntes darstellt.

Ihr Nutzen

  •   Rüstzeugs auf unkomplizierte Weise Musik und Tanz in die Therapie zu integrieren
  •   (noch) mehr Freude bei der Arbeit/ Therapie
  •  Neuer „Kick“
  •   langfristigere Bindung der Patienten an die Institution oder Therapeuten
  •   bessere Gestimmtheit und Lebensfreude der Patienten/ Teilnehmer  

Adressaten dieser Fortbildung

Physiotherapeuten, Diplom-Sportwissenschaftler, Sportlehrer, Gymnastiklehrer, Übungsleiter, Ergotherapeuten; Pflegefachkräfte aus Rehabilitationskliniken, Praxen, Gesundheitszentren und Senioreneinrichtungen.

Die Fortbildung im Detail

Inhalte:

·         Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Kommunikation

·         Körperarbeit: Koordination, Kondition, Wendigkeit und Wahrnehmung (Raum und Zeit)

·         Methodik und Didaktik

·         Raumerfahrung und Formation

·         Rhythmusschulung und Schrittkombinationen

·         Schulung der Gleichgewichtsfähigkeiten

·         Selbstwahrnehmung

·         Selbsterfahrung durch Lehrübungen

Die Praxis der Fortbildung besteht aus Tanzen, Imitation und Bewegungslernen, Improvisation, Tanzspielen. Das Ergebnis ist eine vergnügliche, freudvolle, kreative und effektiv ergänzende Bewegungstherapie zur Erhaltung anderer Therapieerfolge. Wie z.B. bei:

·         Gehschule  – z.B. nach OPs

·         SpaS – zur Motivationssteigerung bei neurologischen Erkrankungen

·         StuBS – zur Festigung der Gleichgewichtsfähigkeiten

·         GriBS -  zur Unterstützung der Lernfähigkeit

·         Haltungsschäden oder Krankheiten wie Osteoporose etc.

·         Psychologischen Störungen wie Depression etc.

·         Rückenschule

Patientenzielgruppen:  

·         gehfähige, gehunsichere bis gehunfähige Patienten,

·         Menschen mit neurologischen Handicaps

·         Menschen mit kognitiven und psyischen Problemen.

·         Für alle Seniorenbewegungsgruppen

 

 

 

Friederike Ziganek-Soehlke

Diplom-Fachsportlehrerin für Prävention und Rehabilitation, Diplom-Gerontologin, Sportwissenschaftlerin und Autorin {z.B. (2002) „So geht’s weiter“ Neurorehabilitation mit Bewegungsspielen in der Gruppe und (2008) „StuBs“- Sturzprophylaxe durch Bewegungsschulung, Koautoren: Kathrin Dietrich, Friedrich Hofmann, Dr. Jürgen Ruch-Trinkle} lebt und abreitet in Heidelberg. Davon überzeugt, dass Bewegung die beste Medizin ist, befasst sie sich seit vielen Jahren mit Sport und Bewegung bei/nach Behinderungen und im Alter, immer unter der Zielsetzung die individuelle Lebensqualität zu erhalten. Dazu erar-beitet und evaluiert sie Bewegungskonzepte. Ihr Hauptaugenmerk liegt bei der Ver-bindung von Bewegung und Kognition. Dieses Thema findet Eingang sowohl beim SpaS (Sport nach Schlaganfall und anderen neurologischen Beeinträchtigungen), bei StuBs, GriBs (Gedächtnistraining durch und mit Bewegungsschulung) als auch bei anderen Bewe-gungsarten. Im Vordergrund steht die Kommunikation, denn Mensch braucht Mensch – ein Leben lang. Ihr Wissen gibt sie weiter als Dozentin und Referentin bei Vorträ-gen und Schulungen.

 

ANMELDEFORMULAR

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